Albanien

 

ein Land im Umbruch

 

 

Wappen

Die Republik Albanien „Republika e Shqipërisë“, heißt das Land der Adler. Dies spiegelt sich auch in dem Wappen wider, welches auf rotem Grund einen schwarzen Doppelköpfigen Adler hat.

Die Flagge Albaniens geht unmittelbar auf den Nationalhelden Skanderberg († 1468) zurück.

Bild: www.wikipedia.org

Lage

Albanien liegt im Westen mit seiner Küste am Mittelmeer. Im Norden grenzt es an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Mazedonien und an seiner südlichen Grenze befindet sich Griechenland.

Die Bevölkerungsdichte entspricht 98,5 Einwohner pro km2(Stand 2011). Zum Vergleich in Deutschland leben 226 Menschen pro km2 (Stand 2013). Da Albanien zu zwei Drittel von Bergland und Hochgebirge bedeckt wird drängt sich der größte Teil der Bevölkerung ins Hügelland und die Küstenebene.

Bild: www.chwev.de

Klima

Das Klima in Albanien ist ein typisches subtropisch-mediterranes Winterregenklima.

Die Sommer sind warm und während es an der Küste meist milde Winter gibt, sind die Dörfer in den Bergen oft wegen Schnees für viele Monate von der Außenwelt abgeschnitten.

Die jüngere Geschichte - ein kurzer Überblick:

Nachdem Enver Hoxha 1944 die Macht in Albanien übernahm, rief er am 11. Januar 1946 die erste sozialistische Volksrepublik Albanien aus. Enver Hoxha hatte den Plan, als Vorbild einer kommunistischen Welt ein neues Albanien zu schaffen. Dazu lies er an allen öffentlichen Plätzen ein Bild oder eine Statue von sich aufstellen. Trotz der ständigen Propaganda, dass Enver Hoxha ihr ewiger Beschützer sei, fühlte sich das albanische Volk im eigenen Land gefangen. Enver Hoxha isolierte das Land von der Außenwelt und knechtete und manipulierte die Bevölkerung.

Bei einem Besuch in Albanien erkennt man noch heute das Ausmaß der bis 1991 dauernden Diktatur. Die Unterdrückung des Regimes hat überall tiefe Narben hinterlassen und erklärt das Verhalten vieler Albaner heute. Weil die Bevölkerung durch Spione kontrolliert wurde, sind viele Albaner z. B. misstrauisch Fremden gegenüber. „Der Fremde ist der Feind“ hieß es. Davon zeugen noch tausende von Bunkern im gesamten Land. Das Leben unter Enver Hoxha war von Angst geprägt.

Darüber hinaus begann Enver Hoxha ab 1967 einen „Kampf gegen Gott“. Er propagierte, dass der Staat und die Partei die einzige Religion seien und wollte deshalb jeglichen Glauben abschaffen und sich selbst als Gott verehren lassen. Aus diesem Grunde verbot er jede Art religiöser Aktivität. Zuwiderhandlungen hatten Gefängnis oder sogar die Todesstrafe zur Folge. Albanien bezeichnete er als den ersten atheistischen Staat der Welt.

24 Jahre nachdem Enver Hoxha Gott in Albanien „abgeschafft“ hatte, folgte im März 1991 der totale Zusammenbruch seines kommunistisch-diktatorischen Regimes. Als Folge dessen wurden die Grenzen wieder geöffnet.

 

Gesellschaftliche Situation:

Das Land ist von der kommunistischen Regierung in einem sehr desolaten Zustand hinterlassen worden. Aus diesem Grude hat Albanien auch heute noch viele Probleme.

Trotz Hilfe von Außen gehen die Veränderungen nur schleppend voran. Eine am Boden liegende Wirtschaft, eine unzureichende Infrastruktur, ein zurückgebliebenes Gesundheitssystem sind nur einige Bereiche, die auch nach vielen Jahren der Öffnung des Staates die Menschen resignieren lassen. Das tägliche Leben ist von Egoismus, Korruption, Bestechung und Misstrauen gekennzeichnet. Bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit verlieren viele Menschen die Hoffnung und verlassen ihre Heimat.